Hitze schlägt zu – das Pferd leidet
Wenn die Sonne knallt, verwandelt sich der Pferdestoffwechsel in ein Mini‑Kraftwerk. Kurz gesagt: Der Energiebedarf steigt, das Verdauungssystem wird langsamer, und plötzlich drohen Koliken. Dein Pferd schwitzt nicht, aber der Darm kann es tun. Das ist das eigentliche Problem, das wir heute angehen.
Futterwahl: Leicht, aber nahrhaft
Da gilt: Weniger ist mehr. Trockenfutter, das früher stabil in der Scheune lag, wird im Sommer zu einem Pulver, das schwer zu verdauen ist. Wähle hochqualitative Heuarme, die bis zu 80 % Feuchtigkeit enthalten. Und das Beste: Sie geben die Energie gleichmäßig ab, ohne das Verdauungssystem zu überfrachten. Ein kurzer Blick auf wetterpferd.com liefert dir die passenden Sorten.
Wasser: Das unterschätzte Elixier
Frisches Wasser ist kein Luxus, es ist das Rettungsboot. Pferde trinken rund 30 % ihres Körpergewichts täglich – bei Hitze sogar mehr. Stell mehrere Tröge auf, halte das Wasser kühl, idealerweise mit Eiswürfeln. Und vergiss nicht: Das Wasser muss sauber sein, sonst zieht das den Magen an.
Fütterungszeitpunkt clever timen
Mittags fressen? Nein. Die Sonne steht hoch, das Pferd sitzt in der prallen Hitze – das ist ein Koliken‑Trigger. Füttere lieber früh morgens oder spät abends, wenn die Temperaturen abkühlen. So hat das Verdauungssystem genug Zeit, die Nahrung zu verarbeiten, bevor das Thermometer wieder steigt.
Zusatzstoffe: Was hilft, was nervt?
Elektrolyte? Ja, aber sparsam. Ein bisschen Salz und Magnesium unterstützen den Flüssigkeitshaushalt, doch zu viel ist ein Rezept für Durchfall, der wiederum Koliken verursacht. Probiotika können das Mikrobiom stabilisieren, doch setze sie nur ein, wenn du genau weißt, was du tust. Keine halben Sachen, klare Kante.
Praktischer Hinweis zum Schluss
Kurz gesagt: Reduziere das Raufutter, gib mehr frisches Heu, stelle kühle Tröge bereit und füttere außerhalb der Tageshitze.
Jetzt: Gib deinem Pferd ein Stück kühles, feuchtes Heu und überprüfe den Wasserstand.